Eickesches Haus, Renaissance-Fachwerkhaus in Einbeck, Deutschland.
Eickes Haus ist ein Renaissance-Fachwerkbau in Einbeck mit charakteristischer Vorkragung auf zwei Seiten. Sein Holzrahmen trägt fein geschnitzte Verzierungen auf beiden Fassaden, die religiöse Gestalten und Bildungsthemen darstellen.
Das Haus wurde 1612 erbaut und erhielt später seinen Namen von Hermann Eicke, einem Wollhändler, der das Gebäude 1877 kaufte. Die Konstruktion stammt aus einer Zeit, in der wohlhabende Kaufleute solche aufwendig verzierten Häuser als Zeichen ihres Status errichteten.
Die Fassade zeigt kunstvolle Schnitzereien, die die Sieben Freien Künste, Planetengötter, die fünf Sinne und biblische Figuren darstellen. Diese Bildsprache macht das Haus zu einem Ort, an dem man beim Vorbeigehen etwas über alte Wertvorstellungen und Glaubensvorstellungen erfährt.
Das Gebäude beherbergt heute das regionale Touristeninformationszentrum und ist daher leicht zu finden und während der Öffnungszeiten zugänglich. Nach einer vollständigen Restaurierung im Jahr 2008 ist es in gutem Zustand, kann aber am besten von außen bewundert werden, um die Schnitzereien im Detail zu sehen.
Die Schnitzereien zeigen speziell weibliche Figuren, von denen jede unterschiedliche Themen verkörpert, von Himmelskörpern bis zu intellektuellen Zielen. Diese Besonderheit macht das Haus zu einem visuellen Lehrbuch, das oft übersehen wird, obwohl es direkt an der Fassade zu sehen ist.
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