Goldberg, Berg in Baden-Württemberg, Deutschland
Der Goldberg ist ein 515,3 m ü. NHN hoher Berg im Westen des Nördlinger Rieses auf dem Gebiet der Gemeinde Riesbürg in Baden-Württemberg. Sein Plateau ruht auf Weißjurablöcken, die beim Ries-Ereignis hierher geschleudert wurden und an denen kalkreiches Quellwasser Travertin abgelagert hat. Der Südhang fällt steil ab und ist abgezäunt.
Der Berg wurde durch Gesteine aus dem Ries-Impaktereignis geformt und zeigt danach Travertinablagerungen von kalkigen Quellen. Archäologische Grabungen zwischen 1911 und 1929 enthüllten mehrere Besiedlungsphasen aus der Zeit von 4000 bis 250 vor Christus.
Der Name des Berges stammt vom Althochdeutschen 'kulm' ab, was Gipfel bedeutet. Besucher können diese sprachliche Geschichte heute noch in der lokalen Benennung und auf Wanderkarten nachvollziehen.
Markierte Wanderwege führen zum Gipfel und bieten verschiedene Routen für unterschiedliche Gehfähigkeiten. Die südliche Hänge ist aus Naturschutzgründen begrenzt zugänglich, daher sollten Besucher sich an ausgewiesene Wege halten.
Der Südhang ist abgezäunt und gesperrt, weil dort die in Deutschland sehr seltene Schwarze Mörtelbiene einen ihrer letzten Rückzugsräume hat. Das gesamte Goldberggebiet mit dem angrenzenden Langenberg und den Geisterbergen wurde 1972 zum Naturschutzgebiet erklärt.
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