Zisterzienserinnenkloster Malchow, Zisterzienserkloster in Malchow, Deutschland.
Das Kloster Malchow liegt am Ostufer des Malchower Sees gegenüber der Inselstadt Malchow. Die Kirche wurde 1844 bis 1849 nach Plänen von Friedrich Wilhelm Buttel errichtet; sie hat einen 52 Meter hohen Backsteinturm, und das Schiff wurde nach einem Brand 1888 im neugotischen Stil erneuert. Teile des Kreuzgangs und der Klausurgebäude sind erhalten, ebenso der Engelsche Garten.
Das Kloster wurde 1298 gegründet, nachdem es von Röbel nach Malchow verlegt wurde, wo es Unterstützung von Nikolaus II., Fürst von Werle, erhielt. Nach der Reformation im 16. Jahrhundert wurde die Abtei umgenutzt und diente neuen Zwecken in der Region.
Die Klosterkirche, heute Konzertsaal und Orgelmuseum, enthält eine Orgel von Friedrich Friese III. Das Mecklenburgische Orgelmuseum, das erste seiner Art in den Neuen Ländern, dokumentiert in der Kirche und im nahegelegenen ehemaligen Pfarrhaus die Geschichte des mecklenburgischen Orgelbaus. Der Engel’sche Garten, benannt nach dem Küchenmeister Johann Jacob Christian Engel, wurde ab 1786 angelegt und 1855/56 fertiggestellt.
Das Mecklenburgische Orgelmuseum befindet sich in der Klosterkirche und im nahegelegenen Orgelhof; die Dauerausstellung behandelt den mecklenburgischen Orgelbau, und in der Kirche steht eine Orgel von Friedrich Friese III. Die Anlage liegt am Ostufer des Malchower Sees gegenüber der Inselstadt Malchow. Teile des Kreuzgangs und einige Nebengebäude sind erhalten, und der ab 1786 angelegte Engelsche Garten gehört zum Gelände.
Nach der Reformation im Jahr 1572 wurde die Abtei in eine protestantische Residenz für unverheiratete Adlige umgewandelt und behielt diese Funktion bis 1923. Diese ungewöhnliche Nutzung macht die Abtei zu einem seltenen Beispiel für eine Klosteranlage, die lange Zeit zwei völlig unterschiedliche Zwecke erfüllte.
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