Roxy-Palast, Art-Deco-Kino in Friedenau, Deutschland.
Das Roxy-Palast ist ein Büro- und Einzelhandelsgebäude in Friedenau, das ursprünglich 1929 als Kino mit über eintausend Plätzen erbaut wurde. Die Fassade entlang der Hauptstraße erstreckt sich über 59 Meter und zeigt Merkmale des Streamline-Moderne-Stils mit ihrer charakteristischen horizontalen Gliederung.
Martin Punitzer entwarf 1929 diese Stahlrahmen-Konstruktion als Kino mit modernem Komfort für seine Zeit. Nach Kriegsschäden wurde das Gebäude später umgenutzt und erhielt den Status eines geschützten Denkmals.
Das Gebäude war in den 1960er und 1970er Jahren ein Arbeitsort für bedeutende Schriftsteller, die hier in den Büroräumen tätig waren. Es zeigt, wie kulturelle Schaffensprozesse mit dem Alltagsleben in einer Berliner Geschäftsstraße verwoben waren.
Das Gebäude befindet sich an einem leicht zugänglichen Ort an der Hauptstraße im Bezirk Tempelhof-Schöneberg und ist von außen erkennbar. Die Räume sind heute von Büros und Geschäften besetzt, und der ursprüngliche Kinosaaal ist nicht mehr als solcher nutzbar.
Der Originalkinosaal war mit einem Orchestergraben ausgestattet, der Platz für etwa 40 Musiker bot und zur Eröffnung des Hauses genutzt wurde. Dies zeigt, wie Berliner Kinos in den 1920er Jahren noch als Orte für Live-Musik und kulturelle Events konzipiert waren.
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