Kloster Gronau, Mittelalterliches Kloster in Grebenroth, Deutschland.
Gronau ist ein ehemaliges Benediktinerkloster in Grebenroth, um 1130 von Mönchen der Abtei Michaelsberg in Siegburg gegründet. Innerhalb der Umfassungsmauer standen 19 Gebäude; 1549 kam eine Zehntscheune hinzu. Nach dem Dreißigjährigen Krieg wurden die Reste als Baumaterial abgetragen, sodass nur wenige Grundmauern blieben.
Das Kloster wurde wahrscheinlich um 1130 von Benediktinermönchen aus der Abtei Michaelsberg in Siegburg als Hauskloster der Grafen von Katzenelnbogen gegründet. 1252 wird es erstmals als „Grunowe“ urkundlich erwähnt. 1537 löste Landgraf Philipp das Kloster auf und wandelte es 1542 in ein „Hohes Hospital“ für Männer um. Im Dreißigjährigen Krieg wurde das Hospital zerstört; seine Einkünfte gingen an das Hohe Hospital in Haina.
Die Klosterkirche diente noch bis 1813 dem Gottesdienst, lange nachdem die Mönche 1537 gegangen waren. Der Name Gronau geht auf „Grunowe“ (grüne Aue) zurück, urkundlich erwähnt 1252. Seit 2001 organisiert ein örtlicher Verein („Kultur im Kloster e. V. i.G.“) gelegentlich Kultur- und Unterhaltungsveranstaltungen im ehemaligen Klostergut.
Seit 2001 gibt es im Klostergut Gronau einen gastronomischen Betrieb mit Übernachtungsmöglichkeit, ein kleines Museum und einen Biergarten. Gelegentlich organisiert der Verein „Kultur im Kloster e. V. i.G.“ Kultur- und Unterhaltungsveranstaltungen. Die Kirche des Ortes diente noch bis 1813 dem Gottesdienst.
1542 besaß das Kloster 391 Morgen Ackerland, Gärten und Wiesen, Weinberge am Rhein, 60 Waldstücke, vier Mühlen und Hof- und Lehnsgüter in 42 Ortschaften; innerhalb der Mauer standen 19 Gebäude. Nach dem Dreißigjährigen Krieg gingen die Einkünfte des zerstörten Hospitals an Haina, und das Gut wurde als verpachteter Hof bis 1984 landwirtschaftlich genutzt.
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