Wallfahrtskirche Maria im Sand, Katholische Wallfahrtskirche in Dettelbach, Bayern, Deutschland
Maria im Sand ist eine Wallfahrtskirche in Dettelbach, Bayern, die zwischen 1608 und 1613 unter Fürstbischof Julius Echter von Mespelbrunn errichtet wurde. Die Kirche besitzt ein Querhaus und eine Westfassade, deren Portal Michael Kern aus Forchtenberg entwarf. Das westliche Langhausjoch stürzte im August 1612 ein und wurde nach geänderten Plänen wieder aufgebaut.
Die Wallfahrt in Dettelbach entstand nach einem für 1505 belegten Wunder: Der gelähmte Nikolaus Lemmer wurde an einem Bildstock östlich des Ortes gesund. Um den Bildstock entstand eine hölzerne Kapelle; 1608 begann Fürstbischof Julius Echter von Mespelbrunn die heutige Kirche, die nach dem Einsturz des westlichen Langhausjochs 1612 am 8. September 1613 konsekriert wurde. Der Bau kostete 15.000 Gulden.
Die Wallfahrt geht auf das Jahr 1505 zurück, als der gelähmte Nikolaus Lemmer aus Melkendorf an einem Bildstock östlich von Dettelbach geheilt worden sein soll. Abt Johannes Trithemius beschrieb 1511 die hölzerne Kapelle, die man um den Bildstock errichtete. Die Kirche ist bis heute die bedeutendste Wallfahrt im Bistum Würzburg.
Ein markierter Pilgerweg verbindet das Stadtzentrum von Dettelbach mit dem Kloster und ist gut zu Fuß zu gehen. Der Besuch der Kirche ist in der Regel ohne Voranmeldung möglich, wobei ruhige Wochentage weniger belebt sind als Wochenenden.
Entlang des Pilgerwegs stehen mehrere historische Wegkapellen und ein Prozessionsaltar, die seit Jahrhunderten feste Haltepunkte für Pilger sind. Einige dieser Stationen tragen kunstvolle Schnitzereien, die lokale Handwerker im Laufe der Zeit gefertigt haben.
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