St. Marien, Neugotische Kirche im Stadtteil Baukau, Herne, Deutschland.
St. Marien ist eine dreischiffige neugotische Hallenkirche aus rotem Backstein mit Querhäusern, weitgehend 1907–1909 nach Entwürfen von Johannes Franziskus Klomp ausgeführt. Die beiden rund 60 Meter hohen Türme tragen kupfergedeckte Spitzhelme; der rechte Turm hat eine schwarze Uhr mit goldenen Zeigern und Ziffern. Dazwischen zeigt ein Giebel eine dunkle Glasrosette, eine gekrönte Marienfigur mit Kind und ein Spitzbogenportal, flankiert von vier Ziegelsäulen mit korinthischen Kapitellen.
Die Pfarrei wurde am 29. September 1901 gegründet, nachdem ein erster Bauabschnitt im Sommer 1900 für 76.143,03 Mark fertiggestellt und am 5. August 1900 benediziert worden war. Der Bochumer Architekt Hermann Wielers zeichnete den zurückhaltenden Plan von 1899; die heutige Gestalt folgt Entwürfen von Johannes Franziskus Klomp, weitgehend ausgeführt 1907–1909. Der Bildhauer Heinrich Schweppenstedde fertigte 1900–1902 Hochaltar, Seitenaltäre, Kanzel und Kommunionbank.
Die Pfarrei St. Marien wurde am 29. September 1901 gegründet, nachdem Baukau als Vikarie der Herner St.-Bonifatius-Gemeinde gewachsen war. Die Kirche wird mit dem Schwerpunkt Kinderkirche in der St.-Dionysius-Gemeinde des Dekanats Emschertal im Erzbistum Paderborn geführt. Der Name verweist auf Maria, die Mutter Jesu, deren gekrönte Figur mit dem Kind über dem Hauptportal steht.
Das Hauptportal liegt an der Bismarckstraße zwischen Kaiserstraße und Westring im Norden Hernes; die Kirche ist von Südwest nach Nordost ausgerichtet, die Doppelturmfassade zeigt zur Straße. Die umgebenden Bauten der wilhelminischen Zeit machen die rote Ziegelfront zu Fuß gut auffindbar. Die Kirche ist Gemeindekirche mit Schwerpunkt Kinderkirche, ein Besuch richtet sich daher nach der Gemeindenutzung.
Die Renovierung von 1974 ersetzte den größten Teil der ursprünglichen Ausstattung der Wiedenbrücker Schule. Der Bildhauer Josef Baron aus Unna-Hemmerde entwarf Altar, Tabernakel und Sockel des Taufbeckens aus weißem italienischem Marmor, Ambo, Kerzenleuchter und Taufbecken sind aus Bronze. Vom alten Hochaltar sind zwei Reliefs erhalten, Geburt Christi und Himmelfahrt, dazu die Apostelfiguren Petrus und Paulus.
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