Fossillagerstätte Rott, Paläontologische Fundstätte in Hennef, Deutschland
Die Fossillagerstätte Rott ist eine paläontologische Fundstelle mit wertvollen Überresten von Pflanzen und Tieren aus Sedimentschichten eines einstigen Süßwassersees. Die Gesteinsschichten bewahren ein detailliertes Abbild von Leben aus einer längst vergangenen Zeit.
Die Stätte wurde ab 1751 als Braunkohletagebau genutzt, wobei Kohle aus der Tiefe gewonnen wurde, um Teer und Mineralöl herzustellen. Später wurde ein Teil des Geländes zu einem Golfplatz umgebaut.
Wissenschaftler untersuchen die Fossilien der Fundstelle, die 250 Pflanzenarten, 630 Insektenarten und 20 Amphibien- und Reptilienarten umfassen.
Das Gelände ist als Naturschutzgebiet geschützt, wodurch der Zugang zu bestimmten Bereichen begrenzt sein kann. Die beste Zeit zum Besuch ist in den wärmeren Monaten, wenn die Wege leicht zu begehen sind.
Die Sedimente enthalten außergewöhnlich gut erhaltene Fossilien aus dem Miozän vor etwa 25 Millionen Jahren, die zeigen, dass Palmen und Krokodile die Landschaft damals prägten. Diese Funde gewähren einen seltenen Blick auf das Klima und die Tierwelt in Mitteleuropa während dieser Epoche.
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