Chorherrenkloster vom Hl. Geist, Memmingen, Mittelalterliches Kloster in Memmingen, Deutschland
Das Kreuzherrenkloster ist ein monastisches Gebäude in Memmingen mit einer spätgotischen Hallenkirche, die zwei Schiffe und eine Nordfassade mit klassischen Architekturelementen aufweist. Der Bau zeigt eine Mischung aus gotischen und später hinzugefügten barocken Merkmalen.
Die Anlage wurde 1210 vom Grafen Heinrich von Neuffen-Weißenhorn und seiner Frau Hedwig gegrundet und diente der Versorgung von Kranken, Obdachlosen und schwangeren Frauen. Die Institution spielte jahrhundertelang eine Rolle in der sozialen Fürsorge der Stadt.
Der Kirchenraum zeigt Deckenmalereien von Johann Friedrich Sichelbein und barocke Stuckdekorationen, die zwischen 1709 und 1711 entstanden sind. Diese Verzierungen prägen bis heute das Erscheinungsbild des Innenraums.
Das Gebaude beherbergt heute Ausstellungen, Konzerte und eine Musikschule in seinen verschiedenen Bereichen. Besucher sollten beachten, dass einige Raume zu bestimmten Zeiten fur Unterricht oder Veranstaltungen nicht zuganglich sind.
Zwischen 1998 und 2003 wurde das Gebaude vollstandig renoviert, wobei historische Elemente wiederhergestellt wurden. Gleichzeitig wurden moderne Funktionen wie die Musikschule integriert, ohne die gotischen und barocken Details zu beeintrachtigen.
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