Schloss Wolfsbrunn, Art Nouveau Villa in Hartenstein, Deutschland
Schloss Wolfsbrunn ist eine L-förmige Villa, die 1911 bis 1914 für den Bergbauunternehmer Karl Georg Wolf nach Entwürfen des Münchner Architekten Emanuel von Seidl entstand, im Stil der Reformarchitektur mit Anklängen an den süddeutschen Barock. Das Sockelgeschoss und die Fensterlaibungen sind mit rotem Porphyr verblendet, über dem Haupteingang sitzt eine Kartusche. Die Villa steht in einem sechs Hektar großen Park mit einem quadratischen Springbrunnen, dessen Schildkröten Wasser speien, und einem Porphyrbrunnen mit sitzendem Wolf.
Ein Bergbauunternehmer beauftragte 1911 den Architekten Emanuel von Seidl mit dem Entwurf dieses Schlosses. Nach dem Zweiten Weltkrieg diente es als Schulgebäude in der DDR, bevor es 1997 in ein Hotel umgewandelt wurde.
Den Namen trägt das Anwesen nach dem oktogonalen Brunnen aus rotem Porphyr an der Hofzufahrt, in dem eine sitzende Wolfsfigur unter vier Säulen und einer Kuppel aus massivem Maßwerk steht. Im Herrenzimmer hängen Ludwig von Herterichs Porträts von Goethe, Mozart, Beethoven und Richard Wagner; im Blauen Salon malte Julius Diez an die Decke die Göttin Diana mit den zwölf Tierkreiszeichen.
Der 6 ha große Park ist ein Musterpark des Freistaats Sachsen, mit Rasenflächen und zwei Brunnen: einem quadratischen Springbrunnen mit Schildkröten als Wasserspeier und dem oktogonalen Wolfsbrunnen aus rotem Porphyr mit sitzendem Wolf, der an der Anfahrt des Hofes steht. Das Haus ist ein Hotel; zu besichtigen sind Park und Äußeres, wobei der L-förmige Grundriss und das Sockelgeschoss aus rotem Porphyr vom Park aus am besten zu sehen sind.
Das Schloss war für mehrere Jahrzehnte eine Jugendschule der DDR, ein Detail, das viele Besucher überrascht. Diese Nutzung hinterließ Spuren im Inneren, die noch heute bei genauem Hinsehen erkennbar sind.
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