Erzbergwerk Ramsbeck, Bergbaumuseum in Bestwig, Deutschland
Erzbergwerk Ramsbeck ist ein Bergbaumuseum in Bestwig, Nordrhein-Westfalen, das in einem ehemaligen aktiven Bergwerk untergebracht ist und originale Stollen, Maschinen und Mineraliensammlungen zeigt. Die Ausstellung kombiniert erhaltene Anlagen unter Tage mit Ausstellungsräumen über Tage, sodass Besucher beide Ebenen des Bergbaubetriebs kennenlernen.
Der Blei- und Zinkbergbau in Ramsbeck ist für die Jahre 1740 bis 1907 belegt, so der Titel von Jan Ludwigs Studie über den Erzbergbau der Region. 1974 endete der Abbau, im selben Jahr wurde das Museum gegründet. Seit 2024 führt es der Landschaftsverband Westfalen-Lippe als neunten Standort der Industriekultur, zusammen mit der Gemeinde Bestwig und dem Hochsauerlandkreis.
Das Museum wurde 1974, im Jahr des Bergbauendes, gegründet und hat seither rund 3,7 Millionen Besucher gezählt. Die zwischen 2013 und 2015 neu gestaltete Dauerausstellung im Kauen- und Verwaltungsgebäude von 1953 zeigt Maschinen, Mineraliensammlungen, interaktive Stationen wie Feuersetzen und Maschinenleitstand sowie einen Film. Seit 2019 ist das Besucherbergwerk Station der Themenroute 12 der Route der Industriekultur.
Besucher fahren mit der originalen Grubenbahn in die unterirdischen Stollen, wo es das ganze Jahr über kühl ist, weshalb eine Jacke empfohlen wird. Da einige Abschnitte eng und feucht sein können, sind festes Schuhwerk und bequeme Kleidung sinnvoll.
Die Fördertrommel unter Tage war zum Zeitpunkt ihrer Errichtung die weltgrößte ihrer Art, so das Museum. Besucher sehen sie während der 1,5 km langen Fahrt mit der originalen Grubenbahn, die 300 m tief in den Berg führt.
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