Erzgebirgisches Spielzeugmuseum Seiffen, Spielzeugmuseum in Seiffen, Deutschland
Das Erzgebirgische Spielzeugmuseum Seiffen liegt in der Hauptstraße 203 und zeigt auf drei Etagen rund 5000 Exponate. Die Ausstellung behandelt das gesamte erzgebirgische Spielzeuggebiet einschließlich des böhmischen Teils, von der weihnachtlichen Volkskunst um 1800 bis zum gegenwärtigen Holzdesign. Seit 2008 ist ein in Funktion zu sehender Mechanischer Heimatberg Teil der Ausstellung; im Dachgeschoss finden wechselnde Sonderschauen und kleinere Kabinettausstellungen statt.
Die Sammlung basiert auf einer Holzspielzeugausstellung aus dem Jahr 1914 im Albert Salon, die mit einer Arche Noah mit 300 Miniaturtierfiguren begann. Diese Sammlung wuchs über Jahrzehnte hinweg und wurde zum Kern des heutigen Museums.
Die ältesten Stücke, vor allem weihnachtlicher Volkskunst, stammen aus der Zeit um 1800. Die hier gezeigten Archen galten um 1880 als wichtige Exportartikel nach Übersee. Musterblätter, Preisbeispiele und Warenverzeichnisse belegen die Arbeitsweise der Spielwarenverlage; im Dachgeschoss laufen Sonderschauen wie „Der Bergbau in der Volkskunst“.
Das Museum liegt in der Hauptstraße 203, das Freilichtmuseum am Ortsrand des Spielzeugdorfes. Die rund 5000 Exponate des Spielzeugmuseums verteilen sich auf drei Etagen, sodass sich ein Rundgang Etage für Etage anbietet. Im Freilichtmuseum stehen 14 erzgebirgische Häuser aus der Zeit vor 1900, darunter das Preißler’sche Wasserkraftdrehwerk von 1760.
Das Museum beherbergt eine riesige Schau-Pyramide, die 6,3 Meter hoch ist und ein seltenes Beispiel für regionale Holzverarbeitungstechniken darstellt. Dieses Meisterstück wurde nach überlieferten Methoden zusammengesetzt und zeigt, wie komplex solche Konstruktionen sein können.
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