Seidlvilla, Kulturzentrum in Schwabing, München, Deutschland
Die Seidlvilla ist eine dreigeschossige Villa in München-Schwabing mit Elementen der Renaissance und des Jugendstils, die Anfang des 20. Jahrhunderts erbaut wurde. Das Gebäude verbindet historische Architektur mit modernen Räumen, die heute für kulturelle Veranstaltungen genutzt werden.
Der Architekt Emanuel von Seidl entwarf die Villa 1905 für Franziska Lautenbacher, die ihr Vermögen aus einer Ehe mit einem Besitzer der Spaten-Brauerei geerbt hatte. Nach Jahrzehnten der privaten Nutzung wurde das Gebäude von 1979 bis 1987 als Polizeiwache betrieben, bevor es zu einem Kulturzentrum umgewandelt wurde.
Die Villa wird heute von Künstlern und Kulturschaffenden genutzt, die hier regelmäßig Ausstellungen, Konzerte und Lesungen organisieren. Der Ort hat sich zu einem Treffpunkt für Menschen entwickelt, die sich mit zeitgenössischer Kunst und Diskussionen auseinandersetzen möchten.
Das Zentrum bietet das ganze Jahr über ein vielfältiges Programm mit vielen kostenlosen Veranstaltungen und Führungen durch die Ausstellungen an. Besucher sollten sich vorab informieren, welche Events gerade stattfinden, da das Programm ständig wechselt.
Das Gebäude hat eine ungewöhnliche Geschichte als Polizeiwache, die viele Besucher nicht kennen, da sich dieser Verwendungszweck so stark vom heutigen Charakter unterscheidet. Diese Zeit hinterließ Spuren in der Architektur, die Restauratoren bewusst erhalten haben, um die komplette Geschichte des Ortes zu erzählen.
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