Schloss Wendgräben, Schloss im Stil englischer Landhäuser in Möckern, Deutschland
Schloss Wendgräben ist ein 1910 im Stil englischer Landhäuser für Hanns Waldemar von Wulffen erbautes Herrenhaus, entworfen vom Berliner Architekten Hermann Muthesius. Der dreigeteilte Baukörper besteht aus Wohntrakt, Wirtschaftsbereich und einem 31 Meter hohen Rundturm, der eine Kopie des Bergfrieds der Loburger Burg ist. Die Außenwände sind mit grauvioletten Granitfindlingen vom Wulffschen Gut Groß-Lübars verkleidet; die Südseite wird von zwei spitzgiebligen Anbauten flankiert, die eine Terrasse mit drei Rundbögen und einem darüberliegenden Balkon einrahmen.
Der renommierte Architekt Hermann Muthesius entwarf das Herrenhaus 1910 für den Adligen Hanns Waldemar von Wulffen, und die Bauarbeiten waren 1912 abgeschlossen. Das Gebäude entstand in einer Zeit bedeutender architektonischer Neuerungen in Deutschland.
Das Schloss war von 1947 bis 1975 eine Oberschule mit Internat, in der jährlich etwa 160 Schüler unterrichtet wurden. Der Ort prägte die Region als wichtige Bildungsstätte während der Nachkriegszeit.
Das Schloss liegt etwa 500 Meter nördlich der Siedlung Wendgräben im Bezirk Möckern in Sachsen-Anhalt. Der Ort ist von der umliegenden Landschaft gut zugänglich und vom Stadtzentrum deutlich getrennt.
Der 31 Meter hohe Rundturm ist eine 1:1-Kopie des Bergfrieds der Loburger Burg und verbindet das neue Herrenhaus mit dem Stammsitz der Familie. Der 1911 vom Düsseldorfer Gartenarchitekten Walter von Engelhardt entworfene Gartenpark folgt einer Nord-Süd-Achse, die an einem steinernen Wasserbecken beginnt und in die Landschaft ausläuft.
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