Schloss Nischwitz, Barockschloss in Thallwitz, Deutschland
Schloss Nischwitz ist ein dreigeschossiges Rokoko-Schloss in Thallwitz mit einer symmetrischen Fassade und aufwändigen Verzierungen an Wänden und Dach. Das Gebäude hat Flügel an beiden Seiten, einen großzügigen Hauptbau in der Mitte und wird von einem englischen Garten umgeben.
Ein Herrenhaus stand hier bereits vorher, doch zwischen 1745 und 1750 ließ der sächsische Premierminister Heinrich von Brühl es vom Architekten Johann Christoph Knöffel in ein prächtiges Rokoko-Schloss umwandeln. Während des Siebenjährigen Krieges wurde das Gebäude wegen persönlicher Feindseligkeiten zwischen Friedrich II. und dem Grafen von Brühl von preußischen Truppen angegriffen.
Die Wandmalereien und Deckengemälde in den Festsälen stammen von dem italienischen Künstler Stefano Torelli und zeigen, welche künstlerischen Vorlieben die wohlhabenden Bewohner damals schätzten. Diese Werke geben heute noch einen Eindruck davon, wie kultiviert und kosmopolitisch das Leben auf diesem Schloss war.
Das Schloss besteht aus mehreren Bereichen: die Flügel dienen heute privaten Zwecken, während der Hauptbau für öffentliche Veranstaltungen zugänglich ist. Die besten Zeiten für einen Besuch sind während der regelmäßigen Kostümfeste und gesellschaftlichen Veranstaltungen, die das ganze Jahr über stattfinden.
Während des Krieges 1758 zielten preußische Truppen gezielt auf dieses Schloss ab, nicht wegen militärischer Gründe, sondern wegen persönlicher Spannungen zwischen zwei mächtigen Politikern. Dies zeigt, wie Machtkämpfe an der höchsten Ebene auch das Schicksal eines einzelnen Gebäudes bestimmen konnten.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.