Kloster Marienfließ, Zisterzienserkloster in Brandenburg, Deutschland
Das Kloster Marienfließ ist ein Zisterzienserkloster in Brandenburg mit einer Kirche aus Ziegeln und Mischmauerwerk. Die Kirche hat zwei Portale, die mit zweifarbig glasierten Ziegeln aus dem 13. Jahrhundert verziert sind.
Johann Gans zu Putlitz gründete das Kloster im Jahr 1231 als einen der frühesten Zisterzienserinnenklöster in der Prignitz. Das Kloster entwickelte sich daraufhin zu einem wichtigen religiösen und wirtschaftlichen Zentrum der Region.
Die Klosterkirche zeigt Wappensteine und Grabdenkmäler von Adelsfamilien der Region, die dort gelebt und gewirkt haben. Diese Denkmäler erzählen von der Verbindung zwischen dem Kloster und dem lokalen Adel über mehrere Jahrhunderte hinweg.
Das ehemalige Klostergelände dient heute als evangelisches Alten- und Pflegewohnheim in diakonischer Trägerschaft, nicht als Hotel für Touristen. Die backsteinerne Kirche aus dem 13. Jahrhundert liegt in einer parkartigen Anlage direkt an der Stepenitz. Der Ort befindet sich im Ortsteil Stepenitz der Gemeinde Marienfließ, rund 6 Kilometer westlich von Meyenburg nahe der Autobahnausfahrt der A 24.
Der Gründungslegende zufolge erhielt Kaiser Otto IV. eine Blutreliquie, die Tropfen des Blutes Christi enthalten haben soll; sie gelangte an Johann Gans zu Putlitz und wurde von den Nonnen in einer Nische im Chor aufbewahrt, vor der ein ewiges Licht brannte. Urkundlich erwähnt ist die Reliquie erstmals 1369.
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