Mutterturm, Neugotischer Turm in Landsberg am Lech, Deutschland.
Der Mutterturm ist ein neugotischer Turm in Landsberg am Lech, der nahe dem Ufer des Lechs steht und mit einem vergoldeten Dach abschließt. Die Fassade ist von großen Fenstern durchbrochen, die dem Bau sein charakteristisches Aussehen geben und das Innere mit Licht und Ausblicken auf die bayerische Umgebung füllen.
Der Turm wurde zwischen 1884 und 1888 von Herbert von Herkomer errichtet, einem deutsch-britischen Künstler, der in Landsberg geboren wurde. Die Bauweise verbindet neogotische Formen mit Einflüssen der britischen Arts-and-Crafts-Bewegung, die zu jener Zeit in Europa verbreitet war.
Der Turm wurde von Herbert von Herkomer als Gedenkstätte für seine Mutter errichtet, was ihm eine persönliche Bedeutung verleiht, die über Architektur hinausgeht. Die großen Fenster sind wie Bilderrahmen gestaltet und lenken den Blick auf die umliegende Landschaft, sodass das Außen zum Bestandteil des Innenraums wird.
Der Turm ist über das Herkomer Museum in der Von-Kuhlmann-Strasse zugänglich, das sich in der Nähe des Stadtzentrums von Landsberg befindet. Ein Besuch lässt sich gut mit einem Spaziergang entlang des Lechufers verbinden, da beide nur wenige Schritte voneinander entfernt liegen.
Herkomer entwarf die Fenster bewusst so, dass sie wie Bilderrahmen wirken und den Blick auf die Landschaft draußen lenken als wäre sie ein Gemälde. Dieses Konzept war zu seiner Zeit sehr ungewöhnlich und machte die Natur selbst zum Teil des künstlerischen Erlebnisses im Inneren.
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