Eremitage, Barockes Jagdschloss in Waghäusel, Deutschland.
Das Eremitage ist ein barockes Schloss in Waghäusel mit einer ungewöhnlichen sechzehneckigen Zentralanlage, um die sich vier kreuzförmige Flügel erstrecken. Die Gebäude umgeben einen runden, ummauerten Innenhof, und zusätzlich befinden sich drei Kavaliershäuser und acht separate Eremitenpavillon auf dem Gelände.
Der Bau begann 1724 unter Damian Hugo Philipp von Schönborn, einem Fürstbischof, der sich eine Rückzugsanlage wünschte. Der Architekt Michael Ludwig Rohrer vollendete die Arbeiten 1729 und schuf damit ein bedeutendes barockes Meisterwerk der Region.
Das Schloss wurde als Rückzugsort für den Fürstbischof entworfen und spiegelt die barocke Vorstellung von fürstlicher Abgeschiedenheit wider. Die acht kleinen Eremitenhütten rund um die Hauptanlage sind Ausdruck dieser Philosophie und machen den Ort zu einem Ort der Kontemplation.
Das Schloss liegt in der Nähe des Bahnhofs Waghäusel und ist mit regionalen Zügen und Bussen erreichbar. Besucher sollten beachten, dass das Gelände großflächig ist und bequemes Schuhwerk für das Erkunden der verschiedenen Pavillons und Gärten empfohlen wird.
Das Schloss erlebte eine drastische Umwandlung, als von 1837 bis 1995 eine Zuckerfabrik auf dem Gelände betrieben wurde. Diese industrielle Nutzung hinterließ sichtbare Spuren und zeigt, wie sich die Funktion des Ortes über zwei Jahrhunderte hinweg fundamental veränderte.
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