Schillerhaus, Literaturmuseum in Gohlis, Deutschland
Das Schillerhaus ist ein erhaltener Bauernhof aus dem Jahr 1717 in Gohlis, der heute als Museum betrieben wird. Die Ausstellung zeigt Gegenstände aus der Zeit des Dichters und dokumentiert seine Verbindung zu diesem Ort und zur Stadt Leipzig.
Das Gebäude wurde 1717 als Bauernhof errichtet und behielt seine ursprüngliche Form mit dem dreiseitigen Hof bei. Der Ort gewann an Bedeutung, als Friedrich Schiller 1785 dort Aufenthalt nahm und das Gedicht An die Freude schrieb.
Das Haus trägt den Namen des berühmten Dichters Friedrich Schiller, der hier 1785 lebte und arbeitete. Besucher können sehen, wie sein Leben und Schaffen damals aussahen, und die Räume vermitteln einen Eindruck von seiner kreativen Zeit in Leipzig.
Das Museum liegt im Obergeschoss des Bauernhauses von 1717 in der Menckestraße 42 in Gohlis; die Räume erreicht man über eine Treppe, einen Aufzug gibt es im historischen Gebäude nicht. Hof und der Garten hinter dem Haus wurden 2002 nach historischem Vorbild als Bauerngarten neu gestaltet. Die seit April 2023 gezeigte Dauerausstellung Götterfunke umfasst rund 100 Exponate.
Am 4. Dezember 1943 durchbrach eine Stabbrandbombe das Dach und blieb in Schillers ehemaliger Schlafkammer stecken; sie konnte entfernt werden, worauf wertvolle Ausstellungsstücke in den Wurzener Dom ausgelagert wurden, von denen einige als Kriegsverlust gelten.
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