Europäischer Kulturpark Bliesbruck-Reinheim, Archäologischer Park und Freilichtmuseum in Bliesbruck und Reinheim, Frankreich und Deutschland
Der Europäische Archäologische Park Bliesbruck-Reinheim ist eine grenzüberschreitende Ausgrabungsstätte, die sich über etwa 70 Hektar erstreckt und Ruinen aus keltischer und römischer Zeit zeigt. Das Gelände liegt im Blies-Tal zwischen Frankreich und Deutschland und präsentiert die Überreste von Wohnvierteln, Handwerksbetrieben und öffentlichen Gebäuden.
Archäologische Ausgrabungen enthüllten eine keltische Nekropolis aus dem Jahr 370 v.Chr., in der unter anderem das Grab einer Prinzessin mit bronzenen Spiegeln und kostbarem Schmuck gefunden wurde. Die Römer ließen sich später an derselben Stelle nieder und errichteten ein florierendes Handelszentrum mit Handwerksbetrieben und Badeanlagen.
Die Thermalbäder waren mehr als nur Orte zum Baden - sie dienten als Treffpunkte, wo Menschen aus der Umgebung zusammenkamen, handelten und soziale Bindungen pflegten. Besucher können heute noch die Struktur dieser Räume sehen und verstehen, wie wichtig sie im Alltag der damaligen Bevölkerung waren.
Das Gelände ist für Besucher von Mitte März bis Ende Oktober zugänglich und bietet geführte Touren in französischer, deutscher und englischer Sprache an. Zu den Angeboten gehören Besichtigungen von rekonstruierten Gebäuden und Ausstellungen, die das tägliche Leben während der Antike zeigen.
Die Stätte enthält die erhaltenen Reste von Handwerkerviertel mit Spuren von Metallurgie-Werkstätten und Bäckereien, die zeigen, welche wirtschaftlichen Aktivitäten in römischen Siedlungen stattfanden. Diese Handwerksbereiche sind ungewöhnlich gut bewahrt und geben seltene Einblicke in die Produktion von Waren im Alltag.
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