Evangelisch-reformierte Kirche, Neugotische Kirche in Blumenthal, Deutschland
Die Evangelisch-reformierte Kirche ist ein neugotischer Bau von 1877–1879 nach Entwurf des Architekten Johannes Vollmer, seines ersten eigenständigen Werks. Das vierjochige Langhaus, das Querschiff und die Apsis bilden die Kreuzform; der Turm misst 61,4 m einschließlich der 4 m hohen Spitze, die Uhr sitzt bei etwa 31 m. Die Hauptachse weicht um 45° von der üblichen Ost-West-Achse ab, der Chor zeigt nach Nordosten.
Das Bauwerk wurde zwischen 1877 und 1879 nach Entwürfen des Architekten Johannes Vollmer errichtet und markierte seinen Einstieg als unabhängiger Kirchenarchitekt. Die Entstehung der Kirche war eng mit dem Wunsch des vermögenden Financiers Christian Heinrich Wätjen verbunden, sein nahegelegenes Landgut auszubauen.
Das Kircheninnere zeigt religiöse Symbole in den Fenstern, darunter das Christogramm JHS, eine Dornenkrone und einen Abendmahlskelch, zusammen mit einer ursprünglichen Kanzel aus dem 16. Jahrhundert. Diese Ausstattung prägt den Charakter des Raumes und erzählt von der reformierten Tradition des Ortes.
Die Kirche steht auf einem Grundstück, dessen Hauptachse um etwa 45 Grad von der üblichen Ost-West-Orientierung abweicht; der Chorraum zeigt nach Nordosten. Der Turm misst 61,4 m einschließlich der 4 m hohen Spitze aus Kreuz und Kugel, die Uhr sitzt auf etwa 31 m Höhe. Das frühere Pfarrgrundstück ist heute der Bereich um das Pfarrhaus, das jetzige Alte Gemeindehaus.
Der Financier Christian Heinrich Wätjen ermöglichte die Finanzierung des Kirchenbaus mit 200.000 Goldmark, um seine nahegelegene Parkanlage und sein Anwesen auszubauen. Diese ungewöhnliche Verbindung zwischen religiösem Bau und privatem Vermögen zeigt die Verflechtung von Kirche und Wirtschaft im 19. Jahrhundert.
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