Trogenbachbrücke, Eisenbahnbrücke in Ludwigsstadt, Deutschland.
Die Trogenbachbrücke ist eine 200 Meter lange Eisenbahnbrücke über das Tal des Trogenbachs in Ludwigsstadt, die die Bahnstrecke Hochstadt-Marktzeuln–Probstzella trägt. Am Südhang folgen vier gemauerte Steinbogen mit 14,5 Meter Weite auf drei 32 Meter lange stählerne Fachwerkträger, die auf zwei gemauerten Pfeilern ruhen; am Nordhang steht ein weiterer Steinbogen. Die größte Höhe über Talgrund beträgt 26 Meter.
Die Trogenbachbrücke wurde 1883 bis 1885 erbaut, um die bestehenden bayerischen und thüringischen Streckennetze durch eine durchgehende Bahnlinie von Stockheim über Ludwigsstadt und Probstzella nach Eichicht zu verbinden. Wegen der schlechten Verkehrsanbindung mauerte man sie größtenteils von Hand aus Schiefer aus dem nahen Lauenstein statt als Stahlträgerkonstruktion; die Gesamtkosten betrugen 309.000 Mark. Am 1. Oktober 1885 ging sie eingleisig in Betrieb, das zweite Gleis folgte am 22. November 1890.
Die Brücke ist ein Baudenkmal in Bayern an der Bahnstrecke Hochstadt-Marktzeuln–Probstzella. Ihre drei stählernen Kastenträger wurden zwischen Anfang 1923 und dem 12. Mai 1924 durch Fischbauchträger ersetzt, im Herbst 1935 erhielten die beiden gemauerten Pfeiler vor der Elektrifizierung eine Betonummantelung. Das Schiefermauerwerk aus Lauenstein ist an den vier Bögen am Südhang zu erkennen.
Von mehreren Wegen aus in der Umgebung können Besucher die Brücke betrachten und ihre Bauweise studieren. Da Züge regelmäßig die Strecke benutzen, ist Vorsicht geboten und man sollte sich nicht zu nah an den Gleisen aufhalten.
1945, gegen Ende des Zweiten Weltkriegs, sollte die Brücke gesprengt werden; der damalige Zweite Bürgermeister der Stadt verhinderte dies. Das Bauwerk blieb erhalten und trägt heute noch die Bahnstrecke Hochstadt-Marktzeuln–Probstzella.
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