Kastell Dambach, Antikes römisches Kastell in Bayern, Deutschland
Das Kastell Dambach ist ein römisches Militärlager am Rätischen Limes, heute größtenteils unüberbaut, doch nicht sichtbar auf den Gemarkungen östlich des Dorfes Dambach, Ortsteil der Gemeinde Ehingen in Bayern. Seine durch die Baugeschichte bedingte längliche Form ist am Obergermanisch-Rätischen Limes einzigartig. Die Anlage liegt in einem flachen Halbkessel, den der Moosgraben durchschneidet, rund 100 Meter hinter dem Limes.
Das Steinkastell entstand spät in der Reihe der Kastelle am Rätischen Limes, nach einer früheren Holzphase; seine langgestreckte Form ist am Obergermanisch-Rätischen Limes ohne Parallele. Zwei große Lagerdörfer (Vici) wuchsen daneben, und der wassergesättigte Boden bewahrte Holzbefunde und Funde. Nahe lag ein Quellheiligtum mit zahlreichen Votivgaben. Die Anlage ist östlich von Dambach größtenteils unüberbaut, aber nicht sichtbar.
Der ältere Name Kastell Hammerschmiede stammt von der nahen Kreitmühle, deren Besitzer frühen Besuchern römisches Mauerwerk und Eichenbalken zeigte. Der wassergesättigte Tonboden des Lagerdorfs hat Holzbefunde und Votivgaben eines Quellheiligtums bewahrt, wie sie am Rätischen Limes sonst selten sind.
Das Kastell liegt in einer feuchten Mulde östlich von Dambach, ist größtenteils überbaut und nicht sichtbar; das Gelände wurde durch Teichbau und eine bis zum Ersten Weltkrieg tätige Ziegelei verändert. Der Limes steigt nördlich des Kastells ins Moosgrabental hinab, und rund 250 Meter entfernt, etwa 50 Meter hinter der Limesmauer, begrenzen leichte Bodenwälle eine ovale Fläche.
Das ovale Erdwerk liegt nicht im Kastell, sondern rund 250 Meter entfernt, etwa 50 Meter hinter der Limesmauer im Waldgebiet „Heide“. Seine flachen Wälle umschließen eine ovale Fläche, auf der wohl ein kleines Amphitheater in Holz-Erde-Bauweise stand, wie es mehrfach an Limeskastellen belegt ist.
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