Wenigumstadt, Historischer Ortsteil in Großostheim, Bayern, Deutschland.
Wenigumstadt ist ein ländliches Dorf auf 155 Metern Höhe am östlichen Rand des Odenwalds in Bayerns Untermainregion gelegen, geprägt von traditionellen Fachwerkhäusern und landwirtschaftlichen Landschaften, die Jahrhunderte deutschen Dorflebens widerspiegeln.
Erstmals 1229 als villa Omestad minor urkundlich erwähnt, weist Wenigumstadt archäologische Belege menschlicher Besiedlung von über 7.000 Jahren auf, wobei das Gebiet während des Dreißigjährigen Krieges stark entvölkert und ab 1651 von wallonischen Einwanderern neu besiedelt wurde.
Das Dorf bewahrt bedeutendes Kulturerbe durch seine barocke St.-Sebastian-Kirche aus der Zeit um 1900-1902, die spätgotische Kunstwerke einschließlich eines Tafelbildes der Vierzehnnothelfer und einer Madonna aus dem späten 15. Jahrhundert beherbergt.
In der Nähe der Bundesstraßen B469 und B26 mit Zugang zur Autobahn A3 gelegen, verbindet sich Wenigumstadt über lokale Busverbindungen nach Aschaffenburg mit dem regionalen Verkehrsnetz, obwohl der Personenzugverkehr 1974 eingestellt wurde.
Das Dorf verfügt über ein historisches Rathaus von 1584, eines der ältesten Fachwerkhäuser der Region, sowie erhaltene Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg, die heute als Gedenkstätten für die Kriegsgeschichte des Gebietes dienen.
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