Evangelische Kirche Bergkirchen, Romanische Kirche in Bergkirchen, Bad Oeynhausen, Deutschland
Die evangelisch-lutherische Kirche Bergkirchen ist ein Saalbau in Bad Oeynhausen, dessen Südwand romanisches Mauerwerk in voller Höhe bewahrt, das auf um 1200 datiert wird, mit zwei rundbogigen Fenstern, die später nach unten verlängert wurden. Im 14. Jahrhundert ersetzte ein gotischer Chor die romanische Apsis, in spätgotischer Zeit wurden dem Langhaus massive Strebepfeiler vorgelegt. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die Westwand erneuert und der romanische Turm durch einen Neubau ersetzt; der Turm trägt ein steiles grünes Dach, eine Uhr und ein spitzbogiges Portal.
Nach dem Chronisten Heinrich von Herford weihte Papst Leo III. die Kirche im Jahr 799. Die Südwand des heutigen Saalbaus enthält romanisches Mauerwerk von um 1200; eine archäologische Untersuchung bei Heizungsarbeiten 1967 wies einen Vorgängerbau nach. Im 14. Jahrhundert ersetzte ein gotischer Chor die romanische Apsis; 1752 wurde die Nordwand um drei Meter hinausgeschoben und eine Flachdecke eingezogen, Mitte des 19. Jahrhunderts wurden die Westwand und der romanische Turm erneuert.
Die Kirchengemeinde ist eine von nur zwei in Bad Oeynhausen, die zum Kirchenkreis Minden gehören, und unterhält Partnerschaften mit Mwangoi in Tansania und Ribnita in Moldawien. Der CVJM Bergkirchen ist hier organisiert und betreibt seit mehreren Jahren eine Theater-Laienspielgruppe. In Bergkirchen steht ein Gemeindehaus.
Die Kirche steht auf einem Wiesenhang in Bergkirchen, einem Ortsteil von Bad Oeynhausen; südwestlich des Turms liegt auf dem Kirchengelände die Wittekindsquelle, deren Wasser als Bergkirchener Bach über den Wulferdingser Bach der Werre zufließt. Die Kirchengemeinde unterhält in Bergkirchen zudem ein Gemeindehaus. Der Zugang zum Inneren richtet sich nach Gottesdiensten und Veranstaltungen; erkundigen Sie sich vorab bei der Gemeinde.
Südwestlich des Kirchturms liegt auf dem Kirchengelände die Wittekindsquelle, vermuteter Ort eines mittelalterlich-sächsischen Quellheiligtums und der Sage nach Schauplatz des dem Herzog Widukind zugeschriebenen Quellwunders; dargestellt ist dies am Wittekinddenkmal auf dem Herforder Wilhelmsplatz. Ihr Wasser speist den Bergkirchener Bach, der über den Wulferdingser Bach die Werre erreicht.
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