Festung Forchheim, Mittelalterliche Festung in Forchheim, Deutschland
Die Stadtbefestigung von Forchheim ist eine mittelalterliche Wehranlage mit Steinmauern und Bastionen, die die Altstadt in mehreren Abschnitten umgibt. Das System aus Mauern und Verteidigungswerken folgt der Topografie des Geländes und prägt bis heute das Gesicht der Stadt.
Die Anlage wurde Mitte des 16. Jahrhunderts unter dem Fürstbischof von Bamberg errichtet und sollte die Stadt vor Angriffen schützen. Über die folgenden Jahrhunderte wurde die Befestigung mehrfach verstärkt und an neue Kriegstechniken angepasst.
Die Bastionen und Tore tragen die Wappen der Fürstbischöfe, die sie finanzierten: Weigand von Redwitz an der St.-Veit-Bastion, bezeichnet 1562, und Veit II. von Würtzburg am Saltorturm, bezeichnet 1561. Am St.-Valentini-Werk sitzen unter kleinen Wachhäuschen an den Ecken drei Wappensteine von 1657.
Am besten erhalten sind die Nord- und die Nordwestseite, wo die Wälle durch städtische Grünanlagen führen; Straßendurchbrüche unterbrechen die Mauer stellenweise. Die Wallmauern wirken niedriger als ihre ursprünglichen 10 bis 14 Meter, weil ihre Sockel im Boden stecken. Die spitzbogige Durchfahrt des Sattlertors ist heute verschlossen.
Am besten erhalten sind die Nord- und die Nordwestseite, die nur moderne Straßendurchbrüche unterbrechen. In dieser Erhaltung ist die Forchheimer Bastionärbefestigung eine architekturgeschichtliche Rarität in Mitteleuropa; in Bayern besitzt nur noch Würzburg umfangreichere Reste einer solchen Umwallung.
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