Festung Rosenberg, Mittelalterliche Festung in Kronach, Deutschland
Die Rosenberg-Festung sitzt auf einem Hügel über Kronach mit fünf großen Bastionen, die ein ausgedehntes befestigtes Gelände umgeben. Das Innere bewahrt alte Wohnräume, Verliese und Wehrgänge aus mehreren Jahrhunderten auf.
Namentlich erstmals erwähnt wird die Festung Rosenberg in einem Brief Papst Innozenz' IV. von 1249, der einen Streit um die verpfändete Stadt und Burg schlichten sollte; ein Vertrag von 1260 nennt sie „castrum in Ronssenberg“. Um 1130 soll Otto von Bamberg in Kronach ein steinernes Haus und einen Turm errichtet haben. Fürstbischof Philipp von Henneberg ließ Ende des 15. Jahrhunderts die erhaltene zweite Ringmauer bauen, nach dem Markgrafenkrieg kam ein dritter Ring aus vier Erd- und Holzbastionen hinzu.
Der Name Rosenberg stammt vom Berg, und unter ihm wird die Festung erstmals in einem Brief Papst Innozenz' IV. von 1249 genannt. Den Bamberger Fürstbischöfen diente Kronach lange als Zufluchtsort: Christoph Franz von Buseck, der letzte von ihnen, zog sich hierher zurück, bevor er 1802 abgesetzt wurde. Seit 1983 beherbergt der Kommandantenbau, das einzige verputzte Gebäude der Festung, Museumsräume.
Die Festung liegt auf dem 378 Meter hohen Rosenberg über Kronach, wo die Täler von Haßlach, Kronach und Rodach zusammenlaufen. Die Südseite fällt steil ab, weshalb die Außenmauern dort bis zu 25 Meter hoch sind. Die Nordseite war die Hauptangriffsseite und trägt die stärksten Befestigungen; für die drei konzentrischen Ringe sollte man Zeit einplanen.
Der rund 38 Meter hohe Bergfried hat seinen Hocheingang in etwa zwölf Metern Höhe, der bis zum Anbau eines schlanken Treppenturms im 16. Jahrhundert nur über eine Leiter erreichbar war. Die bayerische Armee entfernte im 19. Jahrhundert die ursprüngliche welsche Haube und die darunter gelegene Türmerstube; wenig später ersetzte das heutige Dach sie.
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