Oberes Schloss, Mittelalterliche Burg in Mitwitz, Deutschland.
Das Obere Schloss in Mitwitz ist ein 1713 nach Entwurf von Carlo Domenico Lucchese für Johann Ludwig von Würtzburg auf älteren Mauern errichteter dreigeschossiger Barockbau. Die siebenachsige Fassade hat einen angedeuteten dreiachsigen Mittelrisalit, über dem Haupteingang ruht auf vier Säulen ein mächtiger Balkon, der eine offene Anfahrtshalle bildet. Statt des Dreieckgiebels sitzt dem Scheinrisalit ein Mauerband mit dem Doppelwappen der Würtzburger auf; links wurde ein Wintergarten aufgesetzt.
Der Ursprungsbau stammt aus dem späten Mittelalter, wohl aus dem 14. oder 15. Jahrhundert, wie seine Kreuzgratgewölbe zeigen; das genaue Jahr ist nicht urkundlich belegt. Erste bekannte Besitzer waren bis 1425 die Herren von Schaumberg, danach die Herren von Rosenau. 1631 bis 1634 brannte das Schloss im Dreißigjährigen Krieg nieder, nur Keller und Teile des Erdgeschosses blieben erhalten. Johann Ludwig von Würtzburg ließ es 1713 nach einem Entwurf von Carlo Domenico Lucchese neu errichten.
Das Schloss trägt den Namen der Familie von Würtzburg: Johann Ludwig von Würtzburg ließ es 1713 neu errichten, und über dem Haupteingang sitzt das Doppelwappen der Würtzburger. Mit Ludwig Freiherr von Würtzburg erlosch 1922 die Adelslinie; seine Tochter Annie war mit Theodor II von Cramer-Klett verheiratet, und der Besitz ging an diese Familie über, die das Anwesen noch heute besitzt. Auf dem Kirchhof der Jakobskirche dokumentieren 23 Grabmäler die Familiengeschichte.
Die Anlage liegt am Hang des Jakobsbergs, etwa 300 Meter südöstlich des Unteren Schlosses und rund 80 Meter über diesem im Tal; das Gelände umfasst knapp 2,8 Hektar und grenzt an den Kirchhof der Jakobskirche. Im Park stehen alte Bäume und die für Edmund von Würtzburg errichtete Grabkapelle, in deren Nähe Regina und Anne-Marie von Cramer-Klett begraben liegen. Das Schloss gehört noch der aus den Würtzburgern hervorgegangenen Familie, daher sollte ein Besuch vorab abgesprochen werden.
Im Park steht eine Grabkapelle, die Ludwig Freiherr von Würtzburg für seinen 1915 im Ersten Weltkrieg gefallenen Sohn Edmund errichten ließ. In ihrer Nähe liegen die Baronessen Regina und Anne-Marie von Cramer-Klett begraben. Mit Ludwig erlosch 1922 die Adelslinie der Würtzburg, der Besitz ging an die angeheiratete Familie Cramer-Klett über, die ihn noch heute hält.
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