Gut Dollrott, Herrenhaus in Dollrottfeld, Deutschland.
Gut Dollrott ist ein Gutshof aus dem 17. Jahrhundert im Ortsteil Dollrottfeld der Gemeinde Süderbrarup an der B 201 zwischen Süderbrarup und Kappeln in der Landschaft Angeln. Kern ist ein zum Gutshaus ausgebautes Pforthaus mit dem 1609 errichteten rückwärtigen Mittelrisalit, durch dessen Tor die Straße zunächst hindurchführte, und einem bald darauf ergänzten Nordflügel. Ein im Dreißigjährigen Krieg angelegter Wassergraben ist großenteils erhalten.
Das Herrenhaus wurde 1609 von Heinrich von Ahlefeldt erbaut, während die Ländereien bereits 1231 erstmals urkundlich als Dolruht erwähnt wurden. Der Übergang von mittelalterlicher Agrarsiedlung zur frühen neuzeitlichen Gutswirtschaft zeigt die lange kontinuierliche Entwicklung des Ortes.
Der Ort ist eng mit dem Leben des Schriftstellers Rochus von Liliencron verbunden, der hier seine Kindheit verbrachte und später seine Erinnerungen aufzeichnete. Seine persönlichen Erfahrungen prägen bis heute die Wahrnehmung dieses Landgutes in der regionalen Kulturgeschichte.
Das Gut ist seit 1910 in Privatbesitz und wird bis heute von derselben Familie bewirtschaftet; Haus und Anlage sind daher nicht öffentlich zugänglich. Die B 201 führt zwischen Süderbrarup und Kappeln am Gut vorbei; der im Dreißigjährigen Krieg angelegte Wassergraben ist großenteils erhalten und von außen zu sehen. Der Torrisalit und die Wirtschaftsgebäude von 1870 lassen sich von der Straße aus betrachten.
Ein dänischer König besuchte das Gut und hinterließ als Geschenk sein Porträt nach einer wichtigen Hochzeit eines Familienmitglieds. Dieses königliche Andenken dokumentiert die Verbindung des Gutes zur skandinavischen Aristokratie und seiner politischen Bedeutung.
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