Hochbunker Blumenstraße, Luftschutzbunker in München, Deutschland
Der Hochbunker Blumenstraße ist ein sechsstöckiges, quadratisches Gebäude mit 1,3 Meter dicken Wänden und 2 Meter hohen Räumen, das als Luftschutzanlage konzipiert wurde. Die Struktur konnte bis zu 750 Menschen aufnehmen und verfügte über eigene Lüftungs- und Sanitäranlagen.
Der Bunker wurde 1941 unter Leitung des Architekten Karl Meitinger als Teil von Münchens Schutzanlage-Netzwerk errichtet. Er war einer von etwa 40 ähnlichen Strukturen, die während des Zweiten Weltkriegs in der Stadt entstanden.
Der Bunker spiegelt Münchens Baustil der 1940er Jahre wider und zeigt, wie sich Architektur während des Krieges an Schutzanforderungen anpassen musste. Die massiven Mauern und das kompakte Design prägen bis heute das Stadtbild.
Der Zugang erfolgt durch die Haupteingänge an der Straßenseite, und die innere Struktur ermöglicht eine reibungslose Orientierung durch die verschiedenen Ebenen. Besucher sollten sich Zeit nehmen, um die massiven Strukturen und technischen Systeme zu erkunden, die das tägliche Leben unter Bombenbeschuss ermöglichten.
Obwohl die Nachkriegszeit ihre Zerstörung vorsah, erhielt der Bunker später Denkmalschutzstatus und wurde 2021 zur Umnutzung als Architekturzentrum freigegeben. Diese Transformation zeigt, wie Münchens Umgang mit seiner Kriegsgeschichte sich im Laufe der Jahrzehnte veränderte.
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