Fiedlergrund, Tal in Deutschland
Fiedlergrund ist ein steiles Tal in Oberlößnitz, einem Stadtteil von Radebeul in Deutschland, das sich durch Wälder und sanfte Hügel auszeichnet. Der Fiedlerbach fließt durch das Tal und verbindet sich mit einem System von Wanderwegen, die seit 1886 für Besucher angelegt wurden.
Die Gegend war im 16. Jahrhundert als Finstergrund bekannt, bevor sie später nach dem Weingärtner C. G. Walther benannt wurde. Seit den 1770er Jahren verläuft der Fiedlerbach unterirdisch und wird zu einem der sogenannten verschwundenen Gewässer der Region.
Der Name Fiedlergrund erinnert an Carl Ludwig Fiedler, einen königlichen Arzt, der hier 1893 das Fiedlerhaus als Lungenheilstätte eröffnete. Die Gegend war lange Zeit geprägt von Weinbau und Gastwirtschaften, wo sich die Bewohner trafen und die Gemeinde Oberlößnitz 1839 gegründet wurde.
Der Ort ist mit der Buslinie 80 erreichbar, die an den Haltestellen Baumwiese oder Am Grunde hält und von dort aus nur ein kurzer Fußweg zum Eingang führt. Die Wege sind gut gepflegt und für Besucher aller Altersgruppen geeignet, besonders für Familien und ältere Menschen.
Der Fiedlerbach gehört zu den sogenannten verschwundenen Gewässern und verschwindet unterirdisch, statt in die Elbe zu fließen wie erwartet. Eine Besonderheit ist auch die Geschichte des Ober-Piependorf Miniatur-Modellbaus, der in den 1930er Jahren von Felix Hauptmann als beliebte Attraktion erbaut wurde, aber heute nicht mehr existiert.
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