Park am Weißen See, Öffentlicher Park in Pankow, Deutschland.
Der Park am Weißen See ist ein öffentlicher Park im Berliner Bezirk Pankow, der sich um einen natürlichen See mit Sandstränden, Wiesen und alten Bäumen erstreckt. Er bietet Bootsvermietung, Spielplätze, eine Freilichtbühne und ein Restaurantgebäude direkt am Wasser.
Das Gelände begann als Gutsgarten, den der Landwirt und Schnapsbrenner Johann Heinrich Leberecht Pistorius Anfang des 19. Jahrhunderts anlegen ließ. Nach seinem Tod 1858 erwarb Friedrich Wilhelm Lüdersdorff das Anwesen und ergänzte es um ein zweistöckiges Gutsherrenhaus, das als Schloss Weißensee bekannt wurde. 1874 wurde das Gelände verpachtet, aus dem Gutshaus wurde das Ausflugsrestaurant Zum Sternecker mit See-Theater, Musikpavillons und Schießhalle. Die Gemeinde Weißensee übernahm die Anlage zu Beginn des 20. Jahrhunderts und gestaltete sie zum Volks- und Bürgerpark Trianonpark um; das Schloss brannte am 21. Februar 1919 vollständig ab.
Eine Freilichtbühne im Park wird im Sommer für Konzerte und Filmvorführungen genutzt, die viele Berliner aus der Umgebung anziehen. Das Milchhäuschen, ein altes Restaurantgebäude am Seeufer, ist ein beliebter Treffpunkt für Familien und Spaziergänger.
Ein barrierefreier Rundweg führt entlang des Seeufers und verbindet die verschiedenen Bereiche des Parks miteinander. Es empfiehlt sich, früh am Morgen oder an Wochentagen zu kommen, um den Menschenmassen an warmen Sommertagen auszuweichen.
Das Tiergehege beherbergte einst einen Hirsch namens Heinrich, dem Fred Rodrians Kinderbuch von 1960 mit Illustrationen von Werner Klemke ein Denkmal setzte. Seit Beginn des neuen Jahrhunderts stehen dort nur noch Damkühe, weil der geweihtragende Hirsch wegen des Pflegeaufwandes und Vandalismus in die Botanische Anlage Blankenfelde-Pankow umgesetzt wurde.
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