Forst- und Köhlerhof Wiethagen, Freilichtmuseum für Forstwirtschaft und Köhlerei in Rostock, Deutschland.
Der Forst- und Köhlerhof Wiethagen ist ein Freilichtmuseum in Rostock, das traditionelle Waldwirtschaft und Holzkohleherstellung zeigt. Das Gelände besteht aus alten Gebäuden und Werkstätten, in denen die Besucher sehen können, wie diese Handwerke früher praktiziert wurden.
Die Anlage entstand 1837 als funktionierender Betrieb für Waldarbeit und Holzkohleproduktion. Sie wurde 1984 als technisches Denkmal unter Schutz gestellt und bewahrt seitdem die Geschichte dieser wichtigen regionalen Industrie.
Der Name Köhler verweist auf die Köhler, die hier arbeiteten; die Ausstellung zeigt, dass ihre Arbeit in abgelegenen Wäldern mit Pyrolyse und Holzverschwefelung lange von Vorurteilen und Mythen umgeben war, galten Pech und Schwefel im christlichen Glauben und bei Frau Holle der Brüder Grimm doch als mit dem Teufel verbunden. Holzteer und Pech dienten zum Schmieren hölzerner Achsen, zum Konservieren von Seilen und als Dichtmittel im maritimen Bereich.
Das Gelände betritt man zu Fuß; der 1988 bis 1989 abgerissene und wieder aufgebaute ehemalige Viehstall beherbergt heute die Dauerausstellung. Der kleine Teerofen von 1905 mit 13 m³ Fassungsvermögen wird bis zu vier Mal im Jahr angefeuert und liefert rund sechs Tonnen Holzkohle und 150 Liter Holzteer. Das 2024 umgestaltete Dachgeschoss zeigt eine kleine Sonderausstellung über den 2023 verstorbenen Holzbildhauer Harald Wroost.
Der kleinere Teerofen von 1905 mit 13 m³ Fassungsvermögen ist das letzte funktionstüchtige Exemplar seiner Art in Europa. Bis zu vier Mal im Jahr wird er angefeuert und liefert dann rund sechs Tonnen Holzkohle und 150 Liter Holzteer.
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