Schloss Hülchrath, Ehemalige kurkölnische Wasserburg in Hülchrath, Grevenbroich, Deutschland
Schloss Hülchrath ist eine ehemalige kurkölnische Landesburg am Gillbach im Grevenbroicher Ortsteil Hülchrath. Aus rauem grauem Mauerwerk erhebt sich ein quadratischer Mittelturm mit steilem Schieferdach und Spitze, rechts ein niedrigerer Flügel mit Walmdach, links ein runder Eckturm mit Kegeldach und kleinen Bogenöffnungen über einem Tor. Unter dem Turm liegt ein dunkles rundbogiges Portal.
Die Anlage wurde im Mittelalter als befestigte Wohnburg errichtet und erlitt 1583 erhebliche Zerstörungen durch Kriegseinwirkungen. Die darauffolgende Wiederherstellung veränderte den ursprünglichen Aufbau grundlegend und prägte die heutige Form der Gebäude.
Der Name Hülchrath geht auf die Form Holkerode von 1120 zurück, und die Siedlung beim Schloss wurde 1321 bereits als oppidum bezeichnet. Die private Anlage diente als Drehort, für den Märchenfilm Das Wasser des Lebens (2017) und den Tatort Es lebe der König! (2020).
Das Grundstück ist Privateigentum und nur mit Genehmigung des Eigentümers zugänglich; eine Innenbesichtigung ist nicht möglich. Die Anlage liegt am Gillbach im Grevenbroicher Ortsteil Hülchrath, Schloss und Ort bilden zusammen einen geschützten Denkmalbereich. Mauerwerk, quadratischer Turm und runder Eckturm sind von außerhalb des Grundstücks zu sehen.
Im Truchsessischen Krieg flüchteten sich 1583 Gebhard Truchsess von Waldburg und seine Frau Agnes von Mansfeld-Eisleben hinter die Mauern der Burg; nach dreizehntägiger Kanonade übergab die Besatzung die Anlage am 16. März 1583, das Paar soll zuvor durch einen Geheimgang entkommen sein.
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