Friedatunnel, Eisenbahntunnel in Meinhard, Deutschland.
Der Friedatunnel ist ein 1.040 Meter langer Eisenbahntunnel, der sich durch einen Kalksteinrücken zwischen den Bergen Dachsberg und Kahlenberg im Werra-Meißner-Kreis hindurch erstreckt. Die Eingänge sind heute mit Betonwänden versiegelt, bleiben aber über Waldwege vom Dorf Frieda und vom Schloss Wolfsbrunnen aus erreichbar.
Das Bauwerk wurde zwischen 1876 und 1878 konstruiert und diente dem Eisenbahnverkehr bis April 1945, als die Zerstörung des nahegelegenen Viadukts die Strecke unbrauchbar machte. Der Krieg beendete seine ursprüngliche Funktion als Verkehrsverbindung.
Das östliche Portal zeigt Rundbögen und zwei runde Mauerungstürme, während der westliche Eingang gotische Elemente mit eingeritzten Buchstaben trägt. Diese Architekturdetails an beiden Enden spiegeln unterschiedliche Baustile wider und markieren den Übergang durch das Gestein.
Der Tunnel ist von außen zugänglich, die versiegelten Eingänge können jedoch nicht betreten werden, was ihn zu einem reinen Außenobjekt macht. Die umliegenden Waldwege bieten einen guten Eindruck von seiner Lage und Größe in der Landschaft.
Nach dem Krieg wurde der Tunnel von 1947 bis 1983 von der Deutschen Bundesbahn als Klimakammer genutzt, um die Isolierung von Eisenbahnwagen zu testen. Dies war einer der ungewöhnlichsten Verwendungszwecke nach seiner Stillegung als Bahnstrecke.
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