Friedenskirche, Neugotische Kirche in Eilbek, Hamburg, Deutschland
Die Friedenskirche ist eine neugotische Backsteinkirche an der Papenstraße in Eilbek, entworfen von Johannes Otzen und ausgeführt von seinem Schüler Johannes Vollmer. Vier Querhausgiebel gliedern noch heute den Außenbau. Im Inneren verbergen eine 1960 eingezogene gelbe Klinkerwand und eine Gipsdecke das ursprüngliche Mauerwerk, sodass kein alter Stein sichtbar bleibt.
Die Kirche wurde von Johannes Otzen im neugotischen Stil entworfen und von seinem Schüler Johannes Vollmer ausgeführt; geweiht wurde sie am 15. März 1885. Damit entstand die erste eigenständige Kirchengemeinde Eilbeks, dessen Gebiet zuvor zwischen St. Georg und der Hammer Kirche aufgeteilt war. Bei den Luftangriffen im Juli 1943 zerstört, blieb sie bis zur Renovierung 1954 Ruine; eine zweite Renovierung 1960 unter Hans Michaelsen entfernte die restlichen Emporen und zog eine gelbe Klinkerwand vor die alten Innenmauern.
Der Name der Kirche verweist auf den Friedensspruch im Tympanon des Haupteingangs: „Die Strafe liegt auf ihm, auf dass wir Frieden hätten“ (Jes 53,5). Die 1960 von Harry MacLean entworfenen Chorfenster zeigen Weihnachten, Ostern und Pfingsten und verknüpfen das Kirchenjahr mit diesem Friedensthema. 2005 fusionierte die Gemeinde mit der Osterkirche, deren Standort Anfang 2019 aufgegeben wurde.
Der Zugang zur Kirche ist zu Fuß leicht erreichbar und das Gebäude ist offen für Besucher an Wochentagen und Sonntagen. Am besten besuchst du den Ort während der regelmäßigen Gottesdienste oder außerhalb dieser Zeiten, um die Architektur in Ruhe zu erkunden.
Ihren kleinen Uhrturm erhielt die Kirche nur, weil der Gemeinde bereits eine Turmuhr vom Hamburger Senat geschenkt worden war und es der Kirchenleitung nicht ratsam schien, diese zurückzugeben. Der Turm wurde daher mit zusätzlichen Mitteln gebaut, obwohl der Kirchenvorstand zunächst ganz auf ihn zugunsten schmückender Fenster hatte verzichten wollen.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 93.363 Mitwirkenden weltweit.