Gutshaus Quassel, Herrenhaus in Lübtheen, Deutschland
Das Gutshaus Quassel ist ein Herrenhaus mit gotischen Elementen in Lübtheen, das 1886 vollendet wurde und durch sein Fachwerkgerüst mit dekorativen Fassadenelementen und spitzen Türmen auffällt. Der Komplex wird von einem seit 1987 geschützten Park mit großzügiger Rasenfläche vor dem Hauptgebäude umgeben.
Das Anwesen gehörte ursprünglich der Familie von Lützow und wurde 1721 an andere Adelsfamilien übertragen, darunter die Grafen von Eckstedt-Peterswaldt und die Familie von Paepcke. Die heutige Gestalt mit ihren markanten Türmen entstand am Ende des 19. Jahrhunderts.
Das Herrenhaus war eng mit der Künstlerin Elisabeth von Eicken verbunden, die zahlreiche Gemälde des Anwesens schuf und so die künstlerische Geschichte der Region prägte. Ihre Werke zeigen, wie das Gebäude und seine Umgebung über Generationen hinweg wahrgenommen und geschätzt wurden.
Der umgebende Park ist für Besucher zugänglich und bietet Wege durch die gepflegten Grünflächen, die sich ideal für einen Rundgang eignen. Der Rasenbereich vor dem Herrenhaus ist der natürliche Mittelpunkt für Besichtigungen und Fotografie.
Während des Zweiten Weltkriegs war das Herrenhaus im April 1945 für kurze Zeit Kommandoposten des Reichsluftflottenkommandos unter Oberbefehlshaber Hans-Jürgen Stumpff. Diese militärische Episode ist in den Stein- und Fachwerkwänden des Gebäudes bis heute präsent, obwohl die Friedenszeiten längst vorherrschen.
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