St. Nikolaus und Stephanus, katholische Pfarrkirche in Eggenfelden, Bayern, Deutschland
St. Nikolaus und Stephanus ist eine Pfarrkirche aus Backstein mit gotischer Architektur in Eggenfelden. Das Gebäude besticht durch seinen 77 Meter hohen Glockenturm und aufwendig gestaltete Gewölbe mit komplexen Rippenmustern im gesamten Innenraum.
Die Pfarrei ist ab 1254 belegt, als ein Priester namens Hainric erwähnt wird; ein romanischer Vorgängerbau am Ort wurde 1996 archäologisch nachgewiesen. Der Bau der heutigen spätgotischen Kirche begann kurz nach 1400, vermutlich unter Stephan Krumenauer, und 1444 erfolgte eine erste Weihe. Der 77 Meter hohe Turm wurde 1519 fertiggestellt und war bis 1879 mit einem Brandwächter besetzt.
Die Seitenkapellen zwischen den Strebepfeilern gehörten den Zünften der Stadt, die je eine eigene Kapelle hatten und den Bau mitfinanzierten. Im Inneren sind die um 1525 von Mathäus Kriniß aus Mühldorf geschaffene Gruppe „Christus und die zwölf Apostel“ und die um 1480 entstandene, Heinrich Helmschrot aus Landshut zugeschriebene „Maria Krönung“ zu sehen.
Der Innenraum lässt sich durch die Seiteneingänge oder das Hauptportal betreten und bietet Platz zum Wandeln und Betrachten der Architektur. Die Pfarrei ist zu bestimmten Zeiten erreichbar, daher empfiehlt es sich, die Öffnungszeiten vorab zu überprüfen.
Das ursprüngliche Bauwerk mit drei Schiffen wurde 1435 grundlegend umgestaltet, indem fünf Schiffe durch das Hinzufügen von Seitenkappellen zwischen den bestehenden Strebepfeilern entstanden. Diese Erweiterung zeigt, wie die Gemeinde das Gebäude den wachsenden Anforderungen anpasste.
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