Galluskirche, Spätromanische Säulenbasilika in Brenz an der Brenz, Sontheim an der Brenz, Deutschland
Die Galluskirche ist eine flachgedeckte spätromanische Säulenbasilika mit drei Schiffen und fünf Jochen, errichtet um 1200. Jedes der drei Schiffe endet an der Ostchorseite in einer eigenen Apsis. Das Hauptschiff ist von den schmaleren Seitenschiffen durch fünf Rundbogenarkaden auf skulptierten Kapitellen getrennt, und unter den Traufgesimsen aller Dächer verläuft ein Blendbogenfries.
Ausgrabungen 1964/65 legten eine dreischiffige Holzkirche um 650 frei, 14 Meter lang und neun breit, mit 20 Grabstellen; sie brannte ab. Um 720/30 entstand ein Steinbau auf römischen Fundamenten unter Verwendung römischer Ruinen und des Opus spicatum. 895 bestätigte König Arnulf die Schenkung an die Benediktinerabtei St. Gallen, daher das Gallus-Patrozinium. Die heutige Säulenbasilika wurde um 1200 errichtet, als Nachfolgerin einer unvollendeten Pfeilerbasilika von 1180/90.
Die Kirche trägt das Patrozinium des heiligen Gallus, dem sie nach 895 geweiht wurde, als König Arnulf die Schenkung an die Benediktinerabtei St. Gallen bestätigte. Das um 1180/90 gearbeitete Tympanon des Südportals zeigt den segnenden Christus zwischen Maria und Johannes dem Täufer, seine Kapitelle stammen aus der Zeit um 1230/40.
Die Kirche steht in Brenz an der Brenz, einem Ortsteil von Sontheim an der Brenz im Landkreis Heidenheim. Sie ist eine Station der Straße der Staufer und gilt seit 1997 als einer ihrer herausragenden Anziehungspunkte. Der Innenraum wird über das Südportal betreten, dessen Dreiviertelsäulen und Archivolten ein Tympanon von etwa 1180/90 rahmen.
Am Ansatz des linken Bogens der südlichen Seitenapsis ist ein römischer Altar kopfüber in die Mauer eingebaut. Seine Weihinschrift nennt den gallorömischen Gott Apollo Grannus, dem der Tempel im nahen Faimingen geweiht war. Suchen Sie die auf dem Kopf stehenden Buchstaben im Mauerwerk.
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