Gebrannte Brücke, Grenzübergang zwischen Bayern und Thüringen, Deutschland.
Die Gebrannte Brücke verbindet den Sonneberg-Bezirk von Hönbach mit dem Neustadt-Bezirk von Ebersdorf an der Staatsgrenze zwischen Bayern und Thüringen. Das Bauwerk führt über ein Sumpfgebiet und markiert die Landesgrenze zwischen den beiden Bundesländern.
Eine erste Holzkausalbrücke entstand an dieser Stelle bereits im 12. Jahrhundert, ihre Balken wurden gezielt verkohlt, um sie zu schützen. Im Mittelalter entwickelte sich der Ort zu einem wichtigen Übergang mit Gerichtsbarkeit zwischen den Regionen.
Der Name der Brücke stammt von ihrer besonderen Herstellung: Die Holzbalken wurden absichtlich geschwärzt, um sie haltbarer zu machen. Dieser praktische Handgriff prägte die Identität des Ortes über Jahrhunderte hinweg.
Die Brücke ist zu Fuß erreichbar und bietet einen direkten Weg zwischen Bayern und Thüringen im Grenzgebiet. Der Ort liegt ländlich und ist am besten bei trockenem Wetter zugänglich, da das Sumpfgelände bei Nässe schwierig sein kann.
Am 1. Juli 1990 unterzeichneten zwei prominente Politiker hier einen Vertrag zur Aufhebung der innerdeutschen Grenzkontrollen. Dieser Moment markierte einen Wendepunkt in der Geschichte der Wiedervereinigung an diesem historischen Übergang.
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