Gebrüder Heyne, Industriekomplex in Offenbach am Main, Deutschland
Die Heyne-Fabrik ist ein Industriekomplex in Offenbach am Main mit einem markanten dreigeschossigen Eckgebäude, dessen Fassade durch vertikale Linien strukturiert wird, sowie mehreren großflächigen Fabrikhallen, die sich über das gesamte Areal verteilen. Das Ensemble besteht aus Backsteinbauten unterschiedlicher Hohen und Formen, die zusammen ein dichtes Netzwerk von Produktions- und Lagerflächen bilden.
Die Fabrik wurde 1869 von den Brudern Christoph Friedrich Ernst und Georg Johann Heyne gegrundet und produzierte uber ein Jahrhundert lang Metalliwaren und andere Industrieguter. Nach der Schließung 1968 wurde das Areal grundlegend umgewandelt und beherbergt heute Technologieunternehmen und Designburos.
Das Verwaltungsgebäude zeigt sich als Backsteinbau mit schmalen, hochrechteckigen Fenstern und enthält kunstvoll gestaltete Glasfenster sowie Gedenktafeln an seinen Innenwänden. Der Stil spiegelt die Handwerkskunst der frühen Industriezeit wider und macht das Gebäude zu einem Ort, wo man die ästhetischen Ansprüche der damaligen Zeit unmittelbar spürt.
Das Gebaude ist heute ein modernes Geschäftszentrum mit insgesamt 25.000 Quadratmetern Burofläche, in dem Technologieunternehmen, Design-Agenturen, Architekturbüros und Modemarken ihre Showrooms haben. Besucher sollten beachten, dass der Zugang zu einzelnen Bereichen je nach Nutzer beschrankt sein kann und eine vorherige Anfrage sinnvoll ist.
Das Gelande wurde 1999 mit dem Hessischen Denkmalschutzpreis ausgezeichnet, weil die Sanierung es gelang, alte Industrieelemente zu bewahren und gleichzeitig moderne Anforderungen zu erfullen. Diese Anerkennung zeigt, wie selten es ist, Fabrikbauten so erfolgreich fur neue Zwecke umzunutzen, ohne dabei ihre Geschichte zu verlieren.
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