Schloss Kirchheim, Renaissanceschloss in Kirchheim unter Teck, Deutschland
Schloss Kirchheim ist ein Renaissanceschloss am Rand der Altstadt von Kirchheim unter Teck, ab 1538 als Eckbastion der Stadtmauer errichtet und 1556 vollendet. Die unregelmäßige Vierflügelanlage bildet ein Rautenviereck um einen Hof, umgeben von einem tiefen, heute trockengelegten Graben; an einer Seite schließt sich die Stadtmauer an. Der schlichte Bau hat zwei Fachwerkstockwerke über einem massiven Sockel.
Der Bau des Schlosses begann 1538 unter Herzog Ulrich von Württemberg als befestigte Residenz in dieser Region. Im 17. Jahrhundert überstand es militärische Bedrohungen durch Verhandlungen und blieb so weitgehend unversehrt.
Die aufwändige Ausstattung der Schlosskapelle geht auf Herzogin Magdalena Sibylla zurück, die von 1694 bis 1712 hier lebte. Von 1876 bis 1908 hielt die junge katholische Kirchengemeinde ihre Gottesdienste in der Kapelle ab. Später beherbergte sie das 1922 eingezogene städtische Heimatmuseum.
Das Schloss wird von Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg betreut. Die Museumsräume an der Südseite der zweiten Etage sind geöffnet; der übrige Bau wird vom Pädagogischen Fachinstitut und Fachseminar genutzt, sodass nur diese Räume zu besichtigen sind. Der Graben um die Vierflügelanlage ist trockengelegt und begehbar.
Das Schloss war ursprünglich von Bastionen und Artillerieplattformen umgeben, die für seine Verteidigung gebaut wurden. Teile dieser militärischen Anlagen sind noch heute in der Umgebung zu erkennen.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 93.378 Mitwirkenden weltweit.