Kleinkastell Seitzenbuche, Römisches Kleinkastell in Schloßau, Deutschland
Das Römerkastell Seitzenbuche ist eine kleine quadratische Befestigung aus Stein mit einer Seitenlänge von etwa 20 Metern. Das Bauwerk besitzt ein einziges Tor mit einer Breite von etwa 2,3 Metern und innenliegenden rechteckigen Türpfosten sowie einer Schwelle.
Die Befestigung entstand im 2. Jahrhundert und diente zur Überwachung einer Passage zwischen den Flüssen Main und Neckar. Sie war Teil der Grenzverteidigung in der Provinz Germania Superior während der spätrömischen Zeit.
Die Statuen von Victoria, Mars und Salus, die an diesem Ort gefunden wurden, zeigen, welche Götter die römischen Soldaten verehrten. Diese Kunstwerke sind heute im Römischen Museum in Osterburken zu sehen und geben Einblick in das religiöse Leben der antiken Garnison.
Das Gelände befindet sich in hügeligem Terrain an der Kreisstraße 3919 zwischen Hesselbach und Schloßau auf etwa 461 Metern Höhe. Der Besucher kann die Anlage von außen besichtigen und folgt dabei der alten Straßenroute Siegfriedstrasse, die das Gebiet durchquert.
Der benachbarte Wachtturm WP 10/37 ist eine archäologische Besonderheit, da er beide Bauphasen zeigt: ursprüngliche Holzpalisaden und später errichtete Steinfundamente. Diese Umbauten dokumentieren, wie die Römer ihre Befestigungen im Laufe der Zeit verstärkten.
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