Untertor, Mittelalterliches Stadttor in Büdingen, Deutschland
Das Untertor ist ein mittelalterliches Stadttor in Büdingen mit zwei Wehrtürmen, die mit Steinkuppeln gekrönt sind. Die Fassade zeigt mehrere Armbrustscharten, verzierte Wehrgänge mit Fischschwanzmustern und Löwengargoylen, während das Innere heute das Sandrosen-Museum beherbergt.
Das Tor wurde 1503 als Teil der Befestigungspläne von Graf Ludwig II. erbaut und sollte die Stadt verteidigen. Eine Zugbrücke über den Graben verstärkte die Abwehr und machte das Tor zu einem wichtigen Element der Stadtverteidigung.
Das Tor erhielt seinen Beinamen Jerusalemtor, als protestantische Flüchtlinge 1521 beim Eintreffen in Büdingen es als ihr Jerusalem bezeichneten und darin Zuflucht fanden. Der Name erinnert noch heute an diese Zeit der Religionsfreiheit und an die Rolle des Ortes als Zufluchtsort.
Das Tor steht am westlichen Eingang der Altstadt und markiert den Beginn der mittelalterlichen Architektur. Der Zugang zum Museum im Inneren bietet einen guten Ausgangspunkt, um die historische Stadtmauer und die dahinter liegende Altstadt zu erkunden.
Die Türme enthielten ursprünglich achtzehn Schussöffnungen für Armbrustschützen, die sitzend schießen konnten. Diese Feritoien waren nur 20 Zentimeter hoch und boten einen 90-Grad-Schusswinkel für eine effektive Verteidigung.
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