Unserer Lieben Frau, Gotische Pfarrkirche in Neumarkt in der Oberpfalz, Deutschland.
Die Hofkirche Unserer Lieben Frau in Neumarkt steht am Residenzplatz; sie ist 41,3 Meter lang und 22,8 Meter breit, ihre Rückseite grenzt an die Stadtmauer. Über dem steilen rotbraunen Dach erhebt sich ein hoher Turm mit spitzem Helm, rundbogigen Schallöffnungen und Uhrzifferblatt. Der helle Steinbau hat hohe schmale Fenster, links schließt eine niedrigere Seitenhalle mit rundbogigem Portal an.
An dieser Stelle soll bereits 962, vor der Gründung Neumarkts, eine Marienkapelle gestanden haben. Ab 1418 ließ Pfalzgraf Johann sie im spätgotischen Stil zur Schlosskirche ausbauen; bei seinem Tod 1499 war das Hauptschiff nach 80 Jahren Bauzeit noch unvollendet. Friedrich II. vollendete ab 1523 den Turm, verlegte aber 1544 seine Residenz nach Heidelberg; danach wechselte die Kirche zwischen lutherischer, calvinistischer und katholischer Lehre, bis 1623 die katholische wieder Fuß fasste.
Die Kirche ist heute noch ein Ort für Gottesdienste und religiöse Feste, wo sich die Gemeinde regelmäßig versammelt. Sie prägt das Leben der Einwohner und ist ein zentraler Treffpunkt im sozialen Gefüge der Stadt.
Die Kirche befindet sich zentral am Residenzplatz und ist leicht zu Fuß zu erreichen. Besucher sollten beachten, dass während der Gottesdienste Zugang möglich ist und die Kirche ansonsten begrenzte Öffnungszeiten haben kann.
Der Turm wurde erst ab 1523 unter Friedrich II. vollendet, nachdem das Langhaus nach dem Tod Ottos II. 1499 jahrzehntelang unvollendet geblieben war. Eine Legende besagt, Friedrich habe ihn als Entschädigung errichtet, weil seine Hochzeit mit Dorothea von Dänemark in Heidelberg statt in Neumarkt gefeiert wurde; doch Dorothea war 1523 erst drei Jahre alt, und die Hochzeit fand 1532 statt.
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