Georgenkirche, Mittelalterliche Kirche in Waren (Müritz), Deutschland.
Die Georgenkirche ist ein aus Backstein errichteter gotischer Sakralbau mit spitzbogigen Fenstern, hohen Mauern und einem massiven quadratischen Westturm aus dem frühen 15. Jahrhundert. Das Innere wird durch ein großes Orgelwerk geprägt, das 22 Register besitzt und die Akustik des Raumes prägt.
Der Bau begann um 1300 und ersetzte eine ältere hölzerne Kirche, die erstmals 1273 urkundlich erwähnt wurde. Der Westturm wurde etwa ein Jahrhundert später errichtet und prägt seitdem das Aussehen des Gebäudes.
Die Einheimischen nennen die Kirche „De Oll Kerk“ (niederdeutsch für „Alte Kirche“). Die Kirchgemeinde St. Georgen hat nach eigenen Angaben etwa 1600 Mitglieder und gehört zur Propstei Neustrelitz in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland. Die neugotische Umgestaltung von 1867 brachte Altar, Kanzel und Doppelempore in den Innenraum.
Die Restaurierung der Orgel durch Kristian Wegscheider aus Dresden dauerte von September 2023 bis Oktober 2024, das Instrument ist also wieder in Gebrauch. Die Kirche liegt im historischen Stadtkern von Waren (Müritz), wenige Schritte vom Hafen an der Müritz entfernt. Vor einem Besuch lohnt ein Blick auf die aktuellen Gottesdienstzeiten.
Die kleinste der vier Glocken stammt von 1925 und wiegt 500 kg; die drei größeren wurden 2020 gegossen und Ostern 2021 geweiht und ersetzten zwei Gusseisenglocken von 1960. Deren Vorgänger von 1925 waren im Zweiten Weltkrieg eingeschmolzen worden, und schon das Geläut von 1925 ersetzte Glocken, die im Ersten Weltkrieg abgehängt wurden.
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