Hochwasserrückhaltebecken Treysa-Ziegenhain, Hochwasserrückhaltebecken in Schwalm-Eder-Kreis, Deutschland.
Das Hochwasserrückhaltebecken Treysa-Ziegenhain ist ein Rückhaltebecken an der Schwalm im Schwalm-Eder-Kreis in Nordhessen. Seine rund 10 km langen Erdschüttdämme, darunter ein 1780 m langer Hauptdamm, umschließen zwei durch die kanalisierte Schwalm verbundene Becken. Ein Auslassbauwerk aus Stahlbeton und ein Heberwehr regeln den Wasserabfluss.
Die Schwalm führte oft Hochwasser, so am 5. Dezember 1960 mit einem in Uttershausen gemessenen Abfluss von 157 m³/s. Daraufhin wurde am 6. Dezember 1962 der Wasserverband Schwalm gegründet; der Bau der Staudämme des Beckens begann 1967 und war 1972 vollendet. Beim stärksten Hochwasser seit der Dammerrichtung ab 24./25. Januar 1995 bewährten sich die Dämme.
Das Becken zeigt, wie Gemeinden in der Region Wasser als Ressource schützen und nutzen. Für Einwohner ist es Teil des alltäglichen Lebens, wenn es nach starkem Regen Flutsicherheit bietet.
Das Becken ist von Wanderwegen aus zugänglich, die durch die Landschaft führen und Aussichtspunkte bieten. Besucher sollten bedenken, dass der Wasserstand je nach Witterung stark variieren kann und die Ufer je nach Jahreszeit unterschiedlich aussehen.
Der 1780 Meter lange Hauptdamm enthält ein Auslassbauwerk aus Stahlbeton; die Hochwasserentlastung arbeitet nach dem Prinzip des Hebers, wobei je zwei Schächte mit großen rechteckigen Einläufen beiderseits des Sperrbauwerks das Wasser abziehen, sobald es die Überlaufkante im Schachtinneren überschreitet. Direkt südsüdwestlich des Auslasses steht ein Betriebsgebäude.
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