Georgskapelle, Romanische Kapelle aus dem 13. Jahrhundert im Alter Friedhof, Deutschland
Die Georgskapelle ist eine kleine romanische Kapelle mit frühgotischen Elementen, um 1230 für die Deutschordenskommende Ramersdorf errichtet. Ihre dicken Steinmauern und schlichten Fensteröffnungen sind erhalten, doch die mittelalterlichen Gewölbe- und Wandmalereien wurden beim Umsetzen auf den Alten Friedhof in Bonn 1846/47 zerstört; Kopien davon sind überliefert.
Um 1230 als Teil der Deutschordenskommende Ramersdorf errichtet, diente die Kapelle den zwölf Konventsmitgliedern zum Gebet. Nach der Säkularisation kam sie 1807 in Privatbesitz; ein Brand zerstörte 1842 das Dach, und Eigentümer Joseph zu Salm-Reifferscheidt-Dyck plante 1844 den Abriss. Der Königliche Bauinspektor Johann Claudius von Lassaulx erreichte die Rettung: 1846/1847 wurde die Kapelle auf den Alten Friedhof in Bonn umgesetzt, finanziert auch durch ein königliches Gnadengeschenk von 1200 Talern.
Der Name verweist auf den heiligen Georg, der in der mittelalterlichen Frömmigkeit als Schutzpatron verehrt wurde. Die Innenräume zeigen noch heute Spuren ihrer ursprünglichen Ausmalung, die Künstler dokumentiert haben.
Die Kapelle steht auf dem Alten Friedhof an der Bornheimer Straße im Bonner Zentrum, wohin sie 1846/1847 umgesetzt wurde. Der Zugang richtet sich nach dem Friedhof; das Bauwerk ist von den Wegen aus zu sehen. Ihr Turm wurde nicht mitgenommen, da er in Ramersdorf wohl bereits weitgehend abgetragen war.
Die mittelalterlichen Gewölbe- und Wandmalereien der Kapelle wurden erst im Herbst 1845 entdeckt, als Regen durch das beschädigte Dach drang und die Kalkübertünchung ablöste. Der Zeichenlehrer Nicolaus Christian Hohe kopierte sie; seine Kopien kamen in die Sammlung der Königlichen Museen zu Berlin, die Originale gingen beim Umsetzen verloren.
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