Kraftwerk Eitting, Wasserkraftwerk in Eitting, Deutschland.
Das Kraftwerk Eitting ist ein Laufwasserkraftwerk am Mittlere-Isar-Kanal, errichtet 1921 bis 1925 nach einem Entwurf des Münchner Architekten Karl Söldner und als bayerisches Baudenkmal geschützt. Das Wasser fällt 25,3 m tief durch vier Druckrohre von 5 m Durchmesser und rund 30 m Länge zu vier Francis-Turbinen in der quer zum Kanal stehenden Maschinenhalle. Zum Komplex gehören ein langer hellgrauer Bau mit dunklem Satteldach und hohen Bogenfenstern, ein schmaler brauner Backsteinblock mit Pyramidendach und eine helle Halle mit blauen Türen.
Das Kraftwerk Eitting wurde von 1921 bis 1925 von der Mittlere Isar AG als vierte Stufe der Kraftwerkstreppe am Mittlere-Isar-Kanal errichtet. Die Gesellschaft ging später an das Bayernwerk und dann an E.ON über; heute wird das Werk von der Uniper Kraftwerke GmbH betrieben. Für den Bau wurde die Bahnstrecke Altenerding–Pfrombach angelegt. Das Bauwerk nach Entwurf des Münchners Karl Söldner steht unter Denkmalschutz.
Das Kraftwerk zeigt Merkmale der deutschen Industriearchitektur aus den 1920er Jahren und steht unter Denkmalschutz in Bayern. Die Gebäude prägen das Landschaftsbild der Region und erzählen von einer Zeit, als man neue Wege suchte, um Energie zu gewinnen.
Die Maschinenhalle steht quer zum Mittlere-Isar-Kanal, östlich davon liegt der Leerschuss; am besten sieht man die Anlage vom Kanaldamm und den umliegenden Wegen. Da das Kraftwerk in Betrieb ist, sind die Gebäude innen nicht zugänglich. Für den Bau wurde eigens die Bahnstrecke Altenerding–Pfrombach errichtet.
Eitting und das technisch ähnliche Kraftwerk Aufkirchen waren die ersten Anlagen weltweit, in denen Francis-Turbinen liegend mit senkrechter Welle eingebaut wurden, jede mit einem darüber auf einem starken Gewölbe gelagerten Generator. Das Wasser gelangt durch vier Druckrohre von 5 m Durchmesser und rund 30 m Länge bei 25,3 m Gefälle zu den Turbinen.
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