Acher-Rench-Korrektion, Wasserbauliches System in Baden-Württemberg, Deutschland.
Die Acher-Rench-Korrektion ist ein Wasserwirtschaftssystem zwischen den Flüssen Acher und Rench, das aus Kanälen, Deichen und Ableitungsbauwerken besteht. Das Netzwerk zieht sich über ein großes Gebiet und ermöglicht die gezielte Entwässerung ehemaliger Sumpfgebiete sowie den Hochwasserschutz.
Das Projekt entstand in den 1930er Jahren aus der Notwendigkeit, sumpfige Landschaften zu entwässern und Überschwemmungen zu bekämpfen. Die Umsetzung dauerte etwa drei Jahrzehnte und veränderte grundlegend das Flussverhalten und die Landnutzung in der Region.
Die Umgestaltung prägte das Selbstverständnis der Einwohner nachhaltig: Sie sahen ihre Moore und Sumpflandschaften in ein nutzbares, sicheres Land verwandelt. Bis heute berichten Anwohner stolz von dieser großen kollektiven Leistung ihrer Vorfahren.
Die Anlage ist weitgehend von öffentlichen Wegen aus einsehbar, wobei viele Dämme und Kanäle entlang von Rad- und Wanderstrecken verlaufen. Besucher sollten beachten, dass die Wasserstände und Strömungsgeschwindigkeiten je nach Jahreszeit und Wetterbedingungen stark variieren können.
Besonders bemerkenswert ist die gigantische Menge an Erde, die bei der Errichtung bewegte werden musste - Millionen von Tonnen wurden verschoben, um die neuen Kanäle und Dämme zu schaffen. Einige der Kanäle wurden absichtlich mit leichtem Gefälle angelegt, um eine natürliche Strömung zu ermöglichen, ohne externe Pumpen zu benötigen.
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